Pressespiegel

NW - Sozialverband mit neuer Vorsitzenden

„In ruhigeres Fahrwasser“: Nach den Turbulenzen in den vergangenen Monaten hat der Kreisverband eine neue Vorsitzende gewählt

Torben Stallmann

Kreis Herford. „Der Lotse hat mit seinem Team das Schiff restauriert und aus schwierigen Gewässern geführt. Jetzt kann sich der Lotse zurückziehen und einen neuen Kapitän an das Steuer lassen", mit diesem Sprachbild resümierte der ehemalige Kreisvorsitzende Ulf Dreier seine Amtszeit und übergab damit an die neu gewählte Kreisvorsitzende Irmgard Meier.

Es war eine ehrliche und zugleich konstruktive Herforder Kreisverbandstagung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) am Samstag. „Es liegen schwere eineinhalb Jahre hinter dem Kreisverband Herford", so begann Ulf Dreier seine Begrüßungsworte in der Gaststätte Erdbrügger.

Begonnen hatten diese Schwierigkeiten im Mai 2017, als der SoVD auf der Landesebene die Schließung mehrerer Geschäftsstellen in Nordrhein-Westfalen seinen Mitgliedern bekannt gab, darunter die Geschäftsstelle in Bünde. „Wir wollten alle gegen die Schließung ankämpfen und hatten das gleiche Ziel. Trotzdem kam es zu Lagerbildungen", erinnerte sich Dreier. Der damalige Vorstand trat zurück. Doch Aufgeben kam für die Mitglieder des Kreisverbands Herford nicht in Frage.

"Gute und offene Gespräche"

„Wir sind ein Sozialverband und keine Geschäftsstelle einer Bank", erklärte Ulf Dreier seine Sichtweise zur Schließung. Zusammen mit Irmgard Meier und einem zwölfköpfigen Team nahm Dreier den Kampf um die Geschäftsstelle auf: „In guten und offenen Gesprächen", wurde eine Lösung mit dem Landesvorsitzenden Franz Schrewe und dem Landesschatzmeister Klaus Kienemann angestrebt. Das gemeinsame Resultat war die Eröffnung der neuen Geschäftsstelle im vergangenen Oktober an der Bahnhofsstraße in Bünde.

„Ich bin froh, dass wir am Standort Bünde die Arbeit des ältesten deutschen Sozialverbandes aufrechterhalten konnten und können", sagte Franz Schrewe, nachdem er gewisse Kommunikationsprobleme in der Vergangenheit einräumte. „Wir stehen für Gerechtigkeit", erklärte der Landesvorsitzende.

"Die Rechte der Mitglieder wahren"

Der Sozialverband Deutschland kämpfe für die Teilhabe aller am Leben, Inklusion, die richtige Rehabilitation nach Krankheit, Barrierefreiheit, Steuergerechtigkeit und insbesondere gegen die Perspektivlosigkeit und die Altersarmut, so Schrewe. „Unsere Rechtsberatung soll auch in Zukunft, vor Ort, die Rechte unserer Mitglieder wahren".

In diese bevorstehende Zeit geht der Kreisverband Herford mit neuem Vorstand. Die turnusmäßigen Wahlen, gehörten zu den Hauptpunkten der Kreisverbandstagung.

Mit großer Mehrheit von 48 Stimmen, drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde Irmgard Meier aus Bünde zur neuen Vorsitzenden des Kreisverbandes gewählt. „Ich blicke positiv in das neue Jahr des SoVD im Kreis Herford", sagte die Neugewählte nach der Wahl.

Angela Lück stellvertretende Kreisvorsitzende

Unterstützt wird sie von der Landtagsabgeordneten Angela Lück, als stellvertretende Kreisvorsitzende.

Des Weiteren wählten die 53 Delegierten als Kassiererin Martina Weidenbrücken, die von Edwin Brömmelmeier vertreten wird. Schriftführer ist Ulrich Gottschlich. Gisela Möller wurde zusammen mit Kirsten Wempen zur Frauensprecherin gewählt.

Für den Herforder Kreisverband geht es nun hoffentlich in eine Zukunft, in der sie sich mehr auf die Unterstützung ihrer Mitglieder konzentrieren können, als auf innerstrukturelle Unstimmigkeiten.

(Mit freundlicher Genehmigung - Neue Westfälische Zeitung)

BZ - Sozialverband wieder auf Kurs

Kreisverband wählt neuen Vorstand und schließt Neuaufstellung ab

Gaby Arndt

Bünde (BZ). »Dass wir uns heu­te so treffen, wäre noch im Novem­ber 2017 nicht denkbar gewesen«, begrüßte Ulf Dreier die Delegier­ten bei der Kreisverbandstagung des Sozialverbands Deutschland in der Gaststätte Erdbrügger. Er be­zog sich dabei auf die turbulenten vergangenen Monate des Kreisver­bands. 2017 kündigte der Landes­verband an, die örtliche Geschäfts­stelle zu schließen. Was folgte, wa­ren Monate der Unruhe und Unsi­cherheit im über 2000 Mitglieder starken Kreisverband, Rücktritte und zähe Verhandlungen mit dem Landesverband. Der 13. Oktober des vergangenen Jahres markierte dann für Dreier und viele andere Mitglieder das Ende einer unruhi­gen Zeit. Eine neue Geschäftsstelle in Bünde war gefunden und bezo­gen worden, sodass das Angebot des ältesten Sozialverbandes Deutschlands weiterhin vor Ort gewährleistet werden kann.

»Der Sozialverband hat nämlich drei Standbeine«, sagte Landesvor­sitzender Franz Schrewe. Neben Druck auf die Politik seien das die Rechtsberatung vor Ort und die Ortsvereine. Seit über hundert Jah­ren setze sich der Sozialverband für einen starken Sozialstaat ein. »Unsere Ziele sind die Teilhabe aller am Leben«, erklärte Schrewe. »Daher fordern wir zum Beispiel Inklusion und Verteilungsgerech­tigkeit« Besonders letztere sei heutzutage nicht mehr gegeben. Gerade deshalb hatte auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Ste­fan Schwartze zwischenzeitlich Angst, den Sozialverband im Kreis als »einen der ganz wichtigen Kämpfer« zu verlieren. Er und Landrat Jürgen Müller bedankten sich in Grußworten für das ehren­amtliche Engagement der Mitglie­der. Beide Politiker sind selbst Mit­glieder des Verbands.

Besonders geehrt wurden auf der Versammlung die Helfer, die in den schwierigen letzten Jahren die neue Geschäftsstelle und eine Neuaufstellung des Kreisverban­des ermöglicht haben. Als vorläufi­gen Abschluss dieser Neuausrich­tung wählten die Delegierten einen neuen Kreisvorstand, den Irmgard Meier als 1. Vorsitzende leiten wird. Die Landtagsabgeordnete Angela Lück wurde als ihre Stell­vertreterin gewählt.

Der bisherige Vorsitzende Ulf Dreier verglich seine Arbeit in den letzten Monaten mit der eines Lot­sen, der das in Seenot geratene Schiff des Kreisverbandes in Zu­sammenarbeit mit der Reederei (dem Landesverband) in ruhigere Fahrwasser gebracht hat. Für ihn sei es nun Zeit, wieder von Bord zu gehen. Auch seine Leistung wurde von den Mitgliedern mit viel Dank bedacht.

(Mit freundlicher Genehmigung - Bünder Zeitung)

BZ - Sozialverband hofft auf Mitgliederzuwachs

Erstes Treffen des neuen Ortsvereins Rödinghausen

Rödinghausen (BZ). Nach der Fusion der beiden ehemaligen Sozialverbände Bruchmühlen-Ostkilver und Bieren-Schwenningdorf zum Ortsverein Rödinghausen hatte die neue Vorsitzende Gisela Möller nun zur ersten gemeinsamen Veranstaltung ins Haus des Gastes eingeladen. Musikalisch wurde die Veranstaltung dabei durch den Rödinghauser Gospel Chor »Let's Sing« begleitet.

Unter den Gästen konnte Gisela Möller neben dem SoVD-Kreisvorsitzenden Ulf Dreier auch Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer begrüßen. Vortmeyer ging in seiner Rede auf die Bedeutung des Sozialverbandes ein. Er betonte, dass der Verband sich um die sozial Schwächeren und Bedürftigen kümmere und sie bei der Durchsetzung ihrer berechtigten Forderungen gegen Sozialkassen hilfreich unterstütze. Vortmeyer freute sich, dass der Sozialverband nun als ein Gesamtverein mit dem Gemeindenamen eine starke Strahlkraft für die Wiehengemeinde entwickeln könne. Zur Unterstützung des Sozialverbandes Rödinghausen hatte er neben einem Blumenstrauß und einem »Flachgeschenk« gleich noch seinen eigenen Eintritt in den SoVD erklärt. Die Versammlung dankte ihm dies mit Applaus.

Der Kreisvorsitzende Ulf Dreier zeigte noch einmal den Weg von der Schließung der alten Kreisgeschäftsstelle bis zur Wiedereröffnung der Neuen am ZOB in Bünde auf. Besonders bedankte er sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die die Renovierung und Einrichtung nicht möglich gewesen wäre. Leider habe der Kreisverband durch die schlechte Kommunikation zwischen Kreis- und Landesverband im vergangenen Jahr 500 Mitglieder verloren. »Aber«, so Dreier weiter, »wir sind auf einem sehr guten Weg mit einem neuen Vorstand und hoffen, dass die erfolgreiche Arbeit wieder zu Mitgliederzuwächsen führt«.

(Mit freundlicher Genehmigung - Bünder Zeitung)

NW - Fusion beim Sozialverband in Rödinghausen

Zusammenlegung: Die Ortsverbände Schwenningdorf-Bieren und Bruchmühlen-Ostkilver wurden zusammengelegt. Ein neuer Ortsverband übernimmt die Aufgaben

Maurice Arndt

Rödinghausen. Mit einer Feierstunde hat der neue Ortsverband Rödinghausen des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) seine Gründung gefeiert und die Arbeit aufgenommen. Der neue Ortsverband geht aus den bis dato bestehenden Verbänden Schwenningdorf-Bieren und Bruchmühlen-Ostkilver hervor. "Ein schöner kurzer Name. Da weiß jeder gleich, wo wir hingehören", freute sich die neue Vorsitzende des neuen Ortsverbands für die gesamte Gemeinde, Gisella Möller.

Bei der Feierstunde sollte der Blick nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft gerichtet werden, forderte Möller. "Es gibt auch heute noch Menschen, die Hilfe brauchen", betonte sie. Deshalb war sie froh, dass es auch weiterhin einen Sozialverband in Rödinghausen gibt. Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer pflichtete ihr bei: "Wir sind zwar ein wohlhabendes und reiches Land - was oft vergessen wird - aber auch ein sehr reguliertes Land. Deshalb ist es super, dass es den Sozialverband gibt. Er hilft Menschen ihre berechtigten Interessen, gegenüber Leistungsträgern in diesem Land durchzusetzen."

Die Verfahren, etwa für Hartz 4 oder die Sozialversicherung, seien komplex. Deshalb forderte er auch: "Unser Sozialstaat ist noch lange nicht abgeschlossen. Er muss transparenter werden und ausgebaut werden." Hier sei auch der SoVD gefordert, der die Politik daran immer wieder erinnern müsse.

Geschäftsstelle wurde wieder eröffnet

Hinter dem Sozialverband liegt im gesamten Kreisgebiet ein schweres Jahr. Bekanntlich wurde im November 2017 die Kreisgeschäftsstelle in Bünde vom Landesverband überraschend geschlossen, einige Ortsverbände standen vor der Auflösung. "Das war nicht sozial", kritisierte der Kreisvorsitzende Ulf Dreier. Nach viel Arbeit wurde die Geschäftsstelle nun vor drei Wochen in Bünde wieder eröffnet, mit einem vier Tage in der Woche besetzten Büro und einer 14-tägigen Beratung.

Jedoch: Aufgrund der chaotischen Phase verlor der Verband im Kreisgebiet nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten rund 500 Mitglieder. Deshalb freute sich der Kreisvorsitzende umso mehr über die positive Nachricht aus Rödinghausen. Denn: Die Fusion der zwei ehemaligen Ortsverbände war nötig geworden, da für den Verband Schwenningdorf-Bieren kein neuer Vorsitzender gefunden werden konnte. "Wir haben das Ruder herumgerissen und den Ortsverband gerettet", so Dreier.

Gleich fünf neue Mitglieder, darunter Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, schlossen sich dem SoVD Rödinghausen am Samstag an. "Ein guter Schnitt für einen Samstagnachmittag", freute sich Dreier, der deshalb optimistisch ist: "Der Ortsverband wird wieder weit nach vorne kommen. Die verlorenen Mitglieder machen wir wieder wett."

(Mit freundlicher Genehmigung - Neue Westfälische Zeitung)